Autor: Abdullah Alqaseer
Als ich in Halle (Saale) ankam, wohnte ich in der Wolfgang-Borchert-Straße.
Borchert war ein aus dem Krieg heimgekehrter Schriftsteller und eine der prägendsten Figuren der Trümmerliteratur.
Und so schlicht der Zufall auch erscheinen mochte, hatte ich das Gefühl, dass meine Bücher und Texte, die ich damals veröffentlicht hatte, auch mich zu einem der Autoren einer „syrischen Trümmerliteratur“ machten.
Borchert empfing mich nicht nur als neuen Bewohner einer Straße, die seinen Namen trägt, sondern drängte mich gleichsam dazu, in seine literarische Welt einzutreten – bis ich begann zu fühlen, als wäre ich eine seiner Figuren, die in einer zersplitterten Welt nach einem Platz sucht.
Und als ich in die Richard-Paulick-Straße umzog, schrieb ich meinen Roman „Gebrauchte Albträume“ über einen Mann, der in jener nach dem bekannten Architekten benannten Straße lebt. Es schien mir, als schrieben Städte sich durch uns ebenso sehr, wie wir sie schreiben.
Seit dieser Zeit sind Straßennamen für mich nicht mehr bloß Schilder; jeder Name ist eine hängende Geschichte, jede Straße eine Tür zu einem anderen Leben.
Mein täglicher Weg vom Paul-Klee-Weg in Richtung Straßenbahnhaltestelle wurde zu einem flüchtigen Besuch in einer Ausstellung seiner Gemälde.
Und der Weg zum nahegelegenen Supermarkt führt mich am Konservatorium-Georg-Friedrich-Händel vorbei, dann durch die Johann-Sebastian-Bach-Straße, sodass ich schließlich mit etwas Obst und Gemüse und mit viel Musik nach Hause zurückkehre.
So habe ich, durch die Straßen, in denen ich gegangen und in denen ich gewohnt habe, auch begonnen, mich selbst besser kennenzulernen.
Und daraus entstand die Idee: Kenne deine Straße – StraßenQR. Ich möchte nicht nur Informationen über die Neustadt vermitteln, sondern ein Bewusstsein für sie.
Borchert war ein aus dem Krieg heimgekehrter Schriftsteller und eine der prägendsten Figuren der Trümmerliteratur.
Und so schlicht der Zufall auch erscheinen mochte, hatte ich das Gefühl, dass meine Bücher und Texte, die ich damals veröffentlicht hatte, auch mich zu einem der Autoren einer „syrischen Trümmerliteratur“ machten.
Borchert empfing mich nicht nur als neuen Bewohner einer Straße, die seinen Namen trägt, sondern drängte mich gleichsam dazu, in seine literarische Welt einzutreten – bis ich begann zu fühlen, als wäre ich eine seiner Figuren, die in einer zersplitterten Welt nach einem Platz sucht.
Und als ich in die Richard-Paulick-Straße umzog, schrieb ich meinen Roman „Gebrauchte Albträume“ über einen Mann, der in jener nach dem bekannten Architekten benannten Straße lebt. Es schien mir, als schrieben Städte sich durch uns ebenso sehr, wie wir sie schreiben.
Seit dieser Zeit sind Straßennamen für mich nicht mehr bloß Schilder; jeder Name ist eine hängende Geschichte, jede Straße eine Tür zu einem anderen Leben.
Mein täglicher Weg vom Paul-Klee-Weg in Richtung Straßenbahnhaltestelle wurde zu einem flüchtigen Besuch in einer Ausstellung seiner Gemälde.
Und der Weg zum nahegelegenen Supermarkt führt mich am Konservatorium-Georg-Friedrich-Händel vorbei, dann durch die Johann-Sebastian-Bach-Straße, sodass ich schließlich mit etwas Obst und Gemüse und mit viel Musik nach Hause zurückkehre.
So habe ich, durch die Straßen, in denen ich gegangen und in denen ich gewohnt habe, auch begonnen, mich selbst besser kennenzulernen.
Und daraus entstand die Idee: Kenne deine Straße – StraßenQR. Ich möchte nicht nur Informationen über die Neustadt vermitteln, sondern ein Bewusstsein für sie.
