Pieces of Home: Ausstellung sucht Antworten für ein streitbares Konzept 

Das Kunstwerk zeigt 10 Bilder. Auf jedem Papier ist mit vielen unterschiedlichen Farben eine Person gemalt. Es steht jeweils ein Name unter den Personen: Saskia, Ceren, Talin, Änne, Sarkisjan, Martina, Sylvia, Sebnem, Hanna und Lena.
Die Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung „Pieces of Home“, die Teilnehmende des Projekts „HeimArt“ gestaltet haben Seit Juni 2025 gestalten diese Menschen aus Halle im Kunstprojekt HeimART gemeinsam Kunst rund um die Frage: Was bedeutet Heimat – und was ist Zuhause? In dieser Ausstellung zeigen wir die Ergebnisse dieser kreativen Reise. Die beteiligten Künstler*innen kommen aus vielen Ländern und Generationen. Für manche ist Heimat Halle-Neustadt, für andere ein Ort in der Türkei, Syrien, Ukraine oder Kenia. Heimat kann auch ein Gefühl, ein Mensch oder eine Erinnerung sein – etwas, das sich nicht festhalten lässt. Unsere Ausstellung lädt dich ein, hinzuschauen, zuzuhören und vielleicht auch über die eigene Vorstellung von Heimat und Zugehörigkeit nachzudenken.
Die Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung „Pieces of Home“, die Teilnehmende des Projekts „HeimArt“ gestaltet haben Seit Juni 2025 gestalten diese Menschen aus Halle im Kunstprojekt HeimART gemeinsam Kunst rund um die Frage: Was bedeutet Heimat – und was ist Zuhause? In dieser Ausstellung zeigen wir die Ergebnisse dieser kreativen Reise. Die beteiligten Künstler*innen kommen aus vielen Ländern und Generationen. Für manche ist Heimat Halle-Neustadt, für andere ein Ort in der Türkei, Syrien, Ukraine oder Kenia. Heimat kann auch ein Gefühl, ein Mensch oder eine Erinnerung sein – etwas, das sich nicht festhalten lässt. Unsere Ausstellung lädt dich ein, hinzuschauen, zuzuhören und vielleicht auch über die eigene Vorstellung von Heimat und Zugehörigkeit nachzudenken.

Was bedeuten Begriffe wie Heimat und Zuhause für Menschen in einem Stadtteil, der sich radikal wandelt? Zwölf Künstlerinnen und Künstler aus unserem Kunstprojekt “HeimArt” suchten über mehrere Monate hinweg nach Antworten.

Was bedeuten Begriffe wie Heimat und Zuhause für Menschen in einem Stadtteil, der sich radikal wandelt? Zwölf Künstlerinnen und Künstler aus unserem Kunstprojekt “HeimArt” suchten über mehrere Monate hinweg nach Antworten. 

Die entstandenen Ergebnisse wurden nun von uns erstmals während der Ausstellung “Pieces of Home – ein Mosaik der Zugehörigkeit” vom 25. bis 28. März im Neustadt-Centrum der Öffentlichkeit präsentiert. Die Künstlerinnen und Künstler zeigten persönliche Perspektiven und vielfältige Eindrücke, die bewusst offen bleiben und Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lassen. Die Teilnehmenden bedienten sich dabei verschiedenster künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten wie Stop-Motion-Filme, Collagen, Skulpturen, Installationen und Drucke. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler waren zudem bei der Vernissage am 25. März zugegen und gaben Auskunft über ihre Werke und Geschichten. 

Was ist Heimat?

Heimat – so zeigt sich – ist für die Teilnehmenden des internationalen und generationsübergreifenden Kunstkurses nicht immer mit einem konkreten Ort verbunden: Sie kann auch durch ein Gefühl, eine Person oder eine Erinnerung wachgerufen werden.

Martina erkennt Heimat etwa im hundertjährigen Baumwollstoff der Bettwäsche, den einst ihre Mutter als Aussteuer erhielt. Filigran verzierte Martina die Initialen ihrer Mutter mit bunten Blumenranken aus Stickgarn.

Das kunstwekr zeigt ein in Holz gerahmten Stoff auf dem eine feine Blumenranke in Kreisform gestickt ist. In der Mitte wurden die Initialen JH gestickt.
Erinnerungen an Mama, 2025
Martina Schmitt
Baumwolle, Stickerei
30×30 cm

Saskia nutzt in ihren Werken Haushaltsabfälle als Ausgangsmaterial ihrer Kunst. Überbleibsel verschiedener Rauschmittel wie Kaffeefilter, Kronkorken oder leere Medikamentenverpackungen wurden von ihr sorgfältig drapiert, collagiert und mithilfe einer lichtempfindlichen Lösung langzeitbelichtet – Cyanotypie nennt sich diese Technik. Denn in berauschenden Substanzen suchen und finden Menschen zumindest zeitweilig eine Heimat, meint die Künstlerin.

Es sind 2 Kunstwerke zu sehen. Sie sind beide durch die Cyanotypie-Technik entstanden. Auf dem oberen Bild ist ein Objekt zu sehen, was einer Qualle ähnelt. Es wurde aus einem benutzen Kaffeefilter und altem Kaffee gebaut. Auf dem unteren Bild sind die Umrisse von unterschiedlichen Gegenständen abgebildet: Einer kleinen Schnapsfalsche, einem Bierdeckel, einer leeren Tablettenverpackung, eine Aufreißlasche einer Dose, ein Seifenblasen-Stab und einem Zigarettenfilter. Sie sind geordnet nebeneinander aufgereiht.
Sprit-Köpfchen + Kopf-Sprit, 2025
Saskia
Cyanotypie
24×29,5 cm

360-Grad-Perspektive: Schau künftig auch digital erlebbar

Rund 120 Menschen besuchten die Ausstellung und nutzten die Gelegenheit, um davon angeregt über Heimat, Zugehörigkeit und persönliche Erinnerungen nachzudenken. Ein besonderes Highlight bot dazu unsere Mitmach-Ecke: Besucher*innen konnten hier eigene kleine Skulpturen aus Knete zum Thema „Gefühl von Zuhause“ gestalten. Diese wurden Teil der Ausstellung und ergänzten die bereits vorhandenen Tonarbeiten auf kreative Weise. 

Damit die Ausstellung und die Debatte um Zugehörigkeit nicht mit dem Abbau der Ausstellung endet, gehen wir auch neue Wege in der Dokumentation. Mithilfe von 360-Grad-Aufnahmen und der 3D-Modellierung haben wir die Schau digitalisiert und präsentieren diese hier auf unserer Website. Somit bleibt unser Mosaik der Zusammengehörigkeit noch auf lange Sicht im kollektiven Gedächtnis des Stadtteils erhalten.  (äh/jh)